Bildung in Australien
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Stipendium in Australien

Stipendium jetzt beantragen: Stipendium an der UTS auch für internationale Studenten

Medien - Gaststudenten in Australien

AKTUELLES: Bildungsparadies vor dem Ende?
In den letzten Monaten ist eine heftige Diskussion über das australische Studiensystem entbrannt. Den australischen Universitäten wird vorgeworfen, bei schwachen Studienleistungen schon mal ein Auge bei ausländischen Studenten zuzudrücken und frei nach dem Motto des Winterschlussverkaufes zu handeln - welchen akdademischen Grad hätten Sie denn gerne, vorausgesetzt das nötige Kleingeld ist vorhanden.
           
Stuart Rosewarne, Vorsitzender der "Tertiary Education Union" in New South Wales, beschwerte sich unlängst in der australischen Fernsehsendung "Four Corners" über diesen Zustand. "Quer durch den Bildungssektor erhält die Gewerkschaft zahlreiche Berichte von Lehrpersonal, das unter Druck gesetzt wurde. Einige Universitäten würden Studenten Kurse bestehen lassen, ohne dass sie die Anforderungen erfüllt hätten. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und beschimpft so manche Fakultät als "Würstchenmaschine".  So konnte etwa die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Sydney, allein im letzten Jahr einen Verdienst von ungefähr 36 Millionen Dollar verzeichnen. Zeitgleich seien nochmals die Anforderungen an die entsprechenden Englischexamen für die Zulassung deutlich gesenkt worden.

Das Problem ist, dass die australischen Hochschulen zunehmend von nicht-staatlichen Mitteln abhängig sind und die Studiengebühren begehrte Finanzquellen darstellen. So zahlen beispielsweise ausländische Studenten in Melbourne bis zu 46.000 Australische Dollar jährlich, das entsprich ca. 30.000 Euro.

Gefälligkeiten für zahlende Gäste
Natürlich blieb Rosewarnes Kritik nicht ohne Reaktion. Gavin Brown, Vizekanzler der University of Sydney bezeichnete die Anschuldigungen als eine "Mischung nicht haltbarer Anekdoten und Anspielungen". Bei derartigen Verdächtigungen würde unverzüglich die "Independent Commission Against Corruption" eingeschaltet. Gegründet wurde diese unabhängige staatliche Kommission bereits im Jahre 1988. Aufklärungsziel ist es, Korruption in öffentlichen Behörden aufzudecken. Derzeit ermittelt sie gegen die University of Newcastle, die neben ihrer Hauptstelle nördlich von Sydney ebenfalls eine Zweigstelle in Malaysia betreibt. An dieser Zweigstelle waren vor zwei Jahren 15 Studenten bei ihrem Kurs durchgefallen, weil sie Plagiate statt eigener Arbeiten eingereicht hatten.

Was der Dozent damals aber nicht erfuhr: Die Arbeiten wurden ein zweites Mal von der Universität beurteilt und die betroffenen Studenten bestanden den Kurs schlussendlich. "Unter diesem Skandal hat die Universität enorm gelitten", so Nick Saunders, der heutige Vizekanzler. "Er liege aber zwei Jahre zurück, und seither habe sich viel zum Guten verändert."

Deutsche Reaktion - Australien verkauft sich gut
Dass seit Jahren ausstralische Universitäten massiv auch in Deutschland Studenten werben, kann Karin Möller vom Deutschen akademischen Austauschdienst (DAAD) nur bestätigen. Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Studiengebühren meist nach Fächern gestaffelt sind und ein Studium der Medizin kostenmäßig erheblich über das eines  geistenwissenschaftlichen Faches liegt. In der Regel gilt dies vor allem für ausländische Studierende. Australier zahlen einheitliche Sätze, die im Schnitt 20 Prozent der anfallenden Kosten decken.

Die Popularität Australiens bleibt im Ausland ungebrochen: Nur jeder siebte Bewerber bekommt derzeit ein Stipendium vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). "Für Studien in Australien zahlen wir einen Gebührenzuschuss von etwa 7700 Euro; was an Kosten darüber anfällt, müssen die Stipendiaten selbst begleichen." Dennoch ist ein Studium in Australien noch immer billiger als in den USA, so Karin Möller.

Warum ist es so interessant in Australien zu studieren?
Australien gilt als das gelobte Studienland: Eine gute Infrastruktur an den Unis und Betreuung der Studierenden.

Für viele von schlechten Studienbedingungen frustrierte deutsche Studenten ist Australien eine heile Hochschulwelt: Studiengebühren sind weitgehend akzeptiert, werden auch gleich am Anfang des Semesters beglichen und fließen direkt an die Hochschulen. Die Infrastruktur an den Unis ist gut, das effektive Universitätssystem lockt jährlich tausende zahlungswillige Gaststudenten ins Land.

Die Vorbereitung ist alles
Es ist ungemein wichtig, sich gut auf das Auslandsstudium vorzubereiten. Die Auswahl der passenden Universität, der richtig gewählte Studiengang und die entsprechende Finanzierung sind die Voraussetzungen für einen exellenten Start ins Berufsleben.

Schon heute beklagen sich viele Unternehmen darüber, qualifizierte Arbeitskräfte zu finden. Absolventen aus technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen gelten mittlerweile schon als Rarität. Übrigens kann man an Fachhochschulen TAFEs ("Technical and Further Education Colleges") sogar "Event-Management und Bauchtanz" erlernen. Auch gibt es Berufsbildenende Kurse, wo man Berufe lernen kann, die in Australien gefragt sind.

Kenntnisse vor Ort stellen dabei einen unbezahlbaren Wert dar. Insbesondere spezialisierte Vermittlungsagenturen wie Australien-Ausbildung, die vor Ort ansässig sind können weiterhelfen, die passend ausgerichtete Universität zu finden und effektive Programme zu vermitteln.

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